Auf den Spuren des Wohnens um 1900
15.09.2026Wie haben Menschen in Berlin vor über 100 Jahren gewohnt? Und wie hat sich der Prenzlauer Berg zu einem dicht besiedelten Stadtteil entwickelt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Geografie-Leistungskurs von Frau Zimmermann bei seiner Exkursion am 15. September 2026 in die Dunckerstraße 77 in Berlin.
Dort besuchten wir die Ausstellung „Zimmermeister Brunzel baut ein Mietshaus – Bauen und Wohnen in Prenzlauer Berg um 1900“. Besonders spannend war es, eine historische Wohnung mit Stube, Kammer und Küche zu sehen und sich vorzustellen, wie der Alltag der Menschen damals ausgesehen haben könnte.
Dabei wurde schnell deutlich, dass die Wohnbedingungen stark davon abhingen, wo und wie man im Mietshaus wohnte. Die Ausstellung zeigt die Unterschiede zwischen dem Vorder- und Hinterhaus und gibt einen Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen im Berliner Nordosten um 1900.
Auch Themen, die uns aus dem Geografieunterricht bekannt sind, spielten eine wichtige Rolle: Stadtentwicklung, Bevölkerungswachstum, Zuwanderung und die zunehmende Bebauung des Gebiets rund um den Helmholtzplatz. So konnten wir theoretische Inhalte aus dem Unterricht direkt vor Ort nachvollziehen.
Besonders interessant war dabei die Erkenntnis, dass sich hinter den Häuserfassaden viele Geschichten über die Menschen verbergen, die dort früher gelebt haben. Die Exkursion zeigte uns, dass Stadtgeografie nicht nur aus Karten und Statistiken besteht, sondern direkt mit dem Leben der Menschen verbunden ist.
Ein herzlicher Dank geht an die engagierten ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer der Ausstellung, die uns vor Ort interessante Einblicke ermöglicht und ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben.